Florian Flörsbachtal 141 / 25 „Wasserwerfer“ außer Dienst

Der Wasserwerfer wurde 1968 bei der Bereitschaftspolizei Hanau in Dienst gestellt. Seinen längsten Einsatz hatte er 1978 bis 1982 an der Startbahn West des Frankfurter Flughafens. Auch unser Außenminister a.D. Joschka Fischer hat von ihm Wasser abbekommen.
1984/1985 wurden die Fahrzeuge bei der Polizei ausgemustert und so kam ein Fahrzeug unter Mithilfe von OBM – Adolf Herchet und Bgm. Reiner Krätschmer nach Flörsbach.
Der Preis für das Fahrzeug lag 1985 bei 4500 DM.

Es war in einem nicht gerade guten Zustand. Was das äußere des Fahrzeugs anbelangte, war dieses von Einschlägen der Steine und Pflastersteine übersäht. Also ging es nach der Begutachtung unter Leitung von Hans Reprich, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht der aktiven Freiwilligen Feuerwehr Flörsbach angehörte an die Arbeit. Diese zog sich dann auch über ein Jahr hinaus.
Es wurde täglich daran gearbeitet auch an Feiertagen, Samstagen und Sonntagen bis spät in die Nacht hinein. So kamen auch tausende von Arbeitsstunden zusammen, wobei ein Großteil der Stunden von Hans Reprich ausgeführt wurde. Natürlich waren auch andere Helfer der aktiven Wehr bei den Arbeiten dabei. Im Sommer 1986 waren dann die Arbeiten soweit abgeschlossen und es konnte mit der Umlackierung auf das Feuerwehrrot (RAL 3000) begonnen werden.
Hier stellte sich dann die Frage, wer hat so eine große Spritzkabine zum lackieren. Also Wasserwerferwurde kurzum die Garage leergeräumt, mit Wasser ausgespritzt, die Wände mit Plastikplanen zugehängt und der Lackierraum war fertig.
An einem warmen Sommertag war es dann soweit! Die Kfz-Werkstatt Schrader aus Kempfenbrunn begann mit den Lackierarbeiten. Nach Vollendung konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Als dann das Fahrzeug trocken war, wurden noch die Teile in Weiß montiert und das neue Feuerwehrfahrzeug war fertig.

Am 07.09.1986 war dann die Einweihung! Es kamen Gäste wie KBI – Richard Meister, Bürgermeister Reiner Krätschmer, OBM – Adolf Herchet und Forstmeister Binnewies aus Bieber. Weiterhin dabei waren die Firma Möller mit einem Vorführauto LF 8 und alle Flörsbachtaler Feuerwehren.
Nach dem Offiziellen Teil fand noch eine Übung mit dem Wasserwerfer statt.
Ab dem 08.09.1986 wurde der Wasserwerfer mit dem Rufnamen 141 / 25 in den Feuerwehralltag mit eingebunden und unterstützte unseren Ford Transit bei der Arbeit.
Jetzt hatten wir ja auch 4000 Liter Wasser sofort zur Verfügung, was hier bei uns mit so viel Wald nur von Vorteil war.

Im März 1987 bekam der Wasserwerfer ein neues Fahrzeug zur Seite gestellt. Hierbei handelt es sich um unseren Magirus LF8 /8 zu einem Preis von 180.000 DM.

Zirka 2 Jahre später bat uns der ehemalige Kommandant des Wasserwerfers bei der Polizei Herr Reichert um Mithilfe. Es ging um das Überleben eines Nilpferdes, das bei einem Zirkus nicht artgerecht gehalten wurde. Es wurde diesem abgenommen und in den Talhof nach Salmünster gebracht. Jetzt galt es so schnell wie möglich Wasser herbei zu schaffen um das Überleben des Nilpferdes zu sichern, was Reichert auch gelang. Dieser Einsatz dauerte den ganzen  Tag und war erfolgreich.

Im Laufe der Zeit wurden an dem Fahrzeug immer wieder Verbesserungen durchgeführt. So erhielt er auf dem Rücken in dem Geländer eine Gummiauflage um Beschädigungen durch die Aufnahme von nassem Schlauchmaterial vorzubeugen. Im Pumpenraum wurden 180m B-Schläuche in Buchten verlegt. Es wurde von unserem alten Transit eine 2-teilige Steckleiter montiert. Als letztes wurde eine Haspel aufgebaut mit einem Schnellangriffsschlauch. Dieser hat sich nicht nur bei Bränden sondern auch bei Arbeiten in der Gemeinde, wie verstopfte Abflüsse und dergleichen bewehrt, da dieser auch mit einer so genannten Kanalratte ausgestattet werden konnte.
1998 wurde der Wasserwerfer ein zweites Mal bei Dieter Steigerwald in Kleinkahl für 3000 DM Teillackiert. Hierbei war wiederum Herr Reprich die führende Kraft.
So vergingen die Jahre bis Oktober 2007 und der Wasserwerfer wurde außer Dienst gestellt.´

Author Oswald Henss

 

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